Ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke · Nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier

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Substanz · Wachstumsfaktoren

Ipamorelin

Ipamorelin ist ein selektiver Ghrelin-Rezeptor-Agonist, dessen klinische Entwicklung bei postoperativem Darmverschluss ohne signifikanten Wirksamkeitsnachweis endete. Eine Zulassung existiert nicht. Dieser Artikel ordnet Mechanismus, Studienlage und offene Fragen ein.

Quellen geprüft am 28.09.2026

1 Min. Lesezeit

Research, in perspective

Forschung. Zum Erkunden.

Ausgewählte Originalpublikationen zu Ipamorelin. Was wurde untersucht — und was bleibt offen?

Auswahl · Quellenstand 07.10.2026Keine vollständige Literaturübersicht

Für diese Zeitleiste ist noch keine Publikation hinterlegt.

Das bedeutet nicht, dass keine Forschung existiert. Eine datierte Auswahl wird erst nach Prüfung von Quelle, Stoffidentität und Studienmodell ergänzt.

Laborbefunde, Tiermodelle und Humanstudien sind unterschiedliche Arten von Evidenz. Eine Quellenprüfung ist keine medizinische Fachprüfung; Studien sind kein Nachweis für den Inhalt oder die Qualität eines Forschungsprodukts.

Entwicklungsgeschichte

Ipamorelin wurde in den 1990er-Jahren von Novo Nordisk als selektiver Ghrelin-Rezeptor-Agonist entwickelt, mit dem Ziel, die Wachstumshormonausschüttung gezielter anzuregen als mit älteren, weniger selektiven Wachstumshormon-Sekretagoga. Klinisch am weitesten fortgeschritten war die Prüfung bei postoperativem Darmverschluss (Ileus) nach Bauchoperationen.

Die zentrale Humanstudie im Detail

In der von Beck und Kollegen 2014 publizierten Phase-2-Studie erhielten Erwachsene nach Dünn- oder Dickdarmresektion über bis zu sieben Tage zweimal täglich intravenöse Infusionen von Ipamorelin oder Placebo. Von 117 eingeschlossenen Personen wurden 114 ausgewertet. Der primäre Endpunkt – Zeit bis zur Verträglichkeit einer standardisierten festen Mahlzeit – lag in der Ipamorelin-Gruppe numerisch niedriger (rund 25 Stunden) als unter Placebo (rund 33 Stunden), der Unterschied erreichte jedoch keine statistische Signifikanz.

Die Studie wird von den Autoren selbst als Proof-of-Concept-Studie mit begrenzter Aussagekraft eingeordnet. Nach unserem Kenntnisstand wurde daraus keine größere, bestätigende Phase-3-Studie oder ein Zulassungsantrag abgeleitet.

Offene Fragen

  • Warum wurde trotz des ausbleibenden signifikanten Effekts in der Ileus-Studie keine größere Folgestudie durchgeführt?
  • Welche Wirkungen und Risiken hat eine wiederholte, längerfristige Anwendung, die in der publizierten Studie nicht untersucht wurde?
  • Wie stark unterscheidet sich die intravenöse Studienapplikation von anderen Anwendungswegen hinsichtlich Wirkung und Nebenwirkungsprofil?

Rechtlicher Status

Ipamorelin ist weder von der EMA noch von der FDA zugelassen. Als Ghrelin-Rezeptor-Agonist fällt es unter die Klasse S2 der WADA-Verbotsliste, die im Sport zu allen Zeiten verboten ist.

Was das für ein Forschungsprodukt bedeutet

Die publizierte Studie bezieht sich auf ein intravenös verabreichtes klinisches Prüfpräparat unter Krankenhausbedingungen. Sie belegt keine Eigenschaft des hier angebotenen Forschungsprodukts. Identität und Gehalt lassen sich nur durch ein Analysezertifikat der jeweiligen Charge beurteilen.

Forschungsstand

Zell- und Laborstudien

Keine uns bekannten Studien.

Tierstudien

  • Raun et al., European Journal of Endocrinology 1998: In tierexperimentellen Untersuchungen wurde die Wachstumshormon-freisetzende Wirkung von Ipamorelin charakterisiert und mit anderen Ghrelin-Rezeptor-Agonisten verglichen.

Studien am Menschen

  • Phase-2-Studie, postoperativer Ileus: Beck et al., International Journal of Colorectal Disease 2014. Randomisierte, placebokontrollierte, multizentrische Proof-of-Concept-Studie an 117 eingeschlossenen erwachsenen Patientinnen und Patienten nach Darmresektion (114 in der Auswertung); Ipamorelin wurde intravenös über bis zu 7 Tage nach der Operation verabreicht. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt (Zeit bis zur Verträglichkeit fester Nahrung) wurde statistisch nicht signifikant erreicht.
  • Weitere frühe klinische Studien zu Ipamorelin bei altersbedingtem Wachstumshormonmangel sind uns nur in Ansätzen bekannt; eine Zulassung wurde daraus nicht abgeleitet.

Häufige Fragen

Wurde Ipamorelin in Studien beim Menschen untersucht?

Ja, unter anderem in einer randomisierten Phase-2-Studie bei postoperativem Darmverschluss mit 117 eingeschlossenen Personen. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt wurde dabei statistisch nicht erreicht.

Warum ist Ipamorelin nicht zugelassen?

Nach der bekannten Phase-2-Studie ohne signifikanten Wirksamkeitsnachweis wurde die Entwicklung für diese Indikation nicht in ein Zulassungsverfahren überführt. Uns sind auch für andere Indikationen keine erfolgreich abgeschlossenen Zulassungsverfahren bekannt.

Steht Ipamorelin auf der WADA-Dopingliste?

Ghrelin-Rezeptor-Agonisten wie Ipamorelin fallen unter die Substanzklasse S2 (Peptidhormone, Wachstumsfaktoren und verwandte Substanzen) der WADA-Verbotsliste.

Belegt die Studienlage die Qualität dieses Produkts?

Nein. Die genannten Studien beziehen sich auf ein unter Studienbedingungen hergestelltes Prüfpräparat. Identität und Gehalt eines Forschungsprodukts lassen sich nur durch ein Analysezertifikat der konkreten Charge beurteilen.

Wie viel sollte ich verwenden?

Es gibt keine Anwendungsempfehlung. Das Produkt ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt.

Quellen

  1. 1.Raun K et al., Eur J Endocrinol 1998: Ipamorelin, the first selective growth hormone secretagogue.
  2. 2.Beck DE et al., Int J Colorectal Dis 2014: Prospective, randomized, controlled, proof-of-concept study of the Ghrelin mimetic ipamorelin for the management of postoperative ileus in bowel resection patients.(Phase 2, n = 117 (114 ausgewertet))
  3. 3.ClinicalTrials.gov NCT00672074 – Safety and Efficacy of Ipamorelin for Management of Post-Operative Ileus
  4. 4.WADA Prohibited List 2026, Klasse S2

Quellen geprüft am 28.09.2026

Quellen auf Existenz und Kernaussagen geprüft; keine medizinische Fachprüfung. Eine Quellenprüfung bedeutet: Die genannten Quellen wurden auf Existenz und Kernaussagen geprüft. Sie ist keine medizinische oder pharmazeutische Fachprüfung.

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