In-vitro und In-vivo
In-vitro-Versuche („im Glas“) finden außerhalb eines lebenden Organismus statt, etwa an isolierten Zellen. In-vivo-Versuche finden in einem lebenden Organismus statt, häufig zunächst im Tiermodell. Effekte, die in vitro beobachtet werden, lassen sich nicht ohne Weiteres auf einen ganzen Organismus übertragen.
Klinische Phasen 1 bis 3
- Phase 1: erste Untersuchung an meist kleinen Gruppen gesunder Freiwilliger, Fokus auf Verträglichkeit
- Phase 2: Untersuchung an einer größeren Gruppe Betroffener, erste Hinweise auf Wirkung und Dosierung
- Phase 3: große, oft internationale Studien zum Vergleich mit Standardtherapie oder Placebo, Grundlage für eine Zulassungsentscheidung
- Diese Einteilung gilt für Arzneimittelprüfungen im Rahmen eines Zulassungsverfahrens [1](https://www.fda.gov/patients/drug-development-process/step-3-clinical-research).
Randomisierung, Placebo und Verblindung
Randomisierung bedeutet die zufällige Zuteilung von Teilnehmenden zu Studiengruppen, um vergleichbare Gruppen zu erhalten. Ein Placebo ist eine wirkstofffreie Vergleichsbehandlung. Verblindung bedeutet, dass Teilnehmende und/oder Studienpersonal nicht wissen, wer welche Behandlung erhält – das reduziert Erwartungseffekte und Verzerrungen bei der Bewertung.
Teilnehmerzahl, Dauer und Registrierung
Kleine oder kurze Studien liefern tendenziell weniger belastbare Aussagen als große, langfristig angelegte Studien. Viele Studien werden vorab in öffentlichen Registern wie ClinicalTrials.gov oder dem EU-Register für klinische Studien (EU CTR) angemeldet, was Transparenz über geplante und tatsächlich berichtete Ergebnisse schafft [2](https://clinicaltrials.gov/about-site/about-ctg).
Publikationsbias und Vorabveröffentlichungen
Studien mit positiven Ergebnissen werden häufiger veröffentlicht als solche mit neutralen oder negativen Ergebnissen (Publikationsbias). Pressemitteilungen und Vorabveröffentlichungen (Preprints) sind zudem noch nicht unabhängig begutachtet. Beides sollte bei der Einordnung einzelner Meldungen berücksichtigt werden.
Studie und konkretes Produkt sind zwei verschiedene Dinge
Eine Studie untersucht in aller Regel einen genau definierten, in geprüfter Qualität hergestellten Wirkstoff unter kontrollierten Bedingungen. Sie macht keine Aussage über ein einzelnes, anderswo hergestelltes Produkt mit demselben oder ähnlichem Namen. Herkunft, Reinheit und Zusammensetzung eines konkreten Produkts sind eigenständig zu betrachten.
Quellen
Quellen geprüft am 28.09.2026
Quellen auf Existenz geprüft; keine medizinische Fachprüfung. Eine Quellenprüfung bedeutet: Die genannten Quellen wurden auf Existenz und Kernaussagen geprüft. Sie ist keine medizinische oder pharmazeutische Fachprüfung.
