Ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke · Nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier

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KPV

KPV ist ein kleines Tripeptid, das vom entzündungsregulierenden Hormon α-MSH abgeleitet ist. Die Forschung dazu beschränkt sich bislang auf Zellkultur- und Tiermodelle, insbesondere zu entzündlichen Darmerkrankungen. Kontrollierte Studien am Menschen fehlen. Dieser Artikel ordnet Herkunft, präklinische Datenlage und offene Fragen ein.

Quellen geprüft am 28.09.2026

2 Min. Lesezeit

Research, in perspective

Forschung. Zum Erkunden.

Ausgewählte Originalpublikationen zu KPV. Was wurde untersucht — und was bleibt offen?

Auswahl · Quellenstand 07.10.2026Keine vollständige Literaturübersicht
Originalpublikation

KPV-Aufnahme über den Transporter PepT1

Dalmasso et al. · Gastroenterology

Epithel- und Immunzelllinien · Mausmodelle der Kolitis

Was die Arbeit berichtet

Die Untersuchung berichtet eine PepT1-vermittelte Aufnahme von KPV sowie eine Abschwächung bestimmter Entzündungssignale in den untersuchten Modellen.

Wie weit die Aussage reicht

  • Menschliche Zelllinien sind keine Humanstudie. Zusätzlich wurden Mäuse untersucht.
  • Die Daten begründen keine Anwendungsempfehlung und keinen Wirksamkeitsnachweis beim Menschen.
Originalquelle öffnen DOI: 10.1053/j.gastro.2007.10.026
Laborbefunde, Tiermodelle und Humanstudien sind unterschiedliche Arten von Evidenz. Eine Quellenprüfung ist keine medizinische Fachprüfung; Studien sind kein Nachweis für den Inhalt oder die Qualität eines Forschungsprodukts.

Herkunft: Ein Fragment von α-MSH

Alpha-Melanozyten-stimulierendes Hormon (α-MSH) ist ein aus 13 Aminosäuren bestehendes körpereigenes Peptid, das aus dem Vorläuferprotein Proopiomelanocortin (POMC) entsteht. Neben seiner bekannten Rolle bei der Pigmentierung der Haut werden α-MSH und einzelne seiner Fragmente seit Jahrzehnten auf entzündungshemmende Eigenschaften untersucht.

KPV besteht aus den drei letzten (C-terminalen) Aminosäuren von α-MSH: Lysin, Prolin, Valin. Es wird in der Forschungsliteratur als das kleinste noch aktive Fragment mit entzündungshemmenden Eigenschaften beschrieben, die teils unabhängig von den klassischen Melanocortin-Rezeptoren beobachtet wurden.

Datenlage: Zellkultur und Tiermodelle

In Zellkulturmodellen wurde beschrieben, dass KPV Entzündungssignalwege wie NF-κB hemmt und die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe reduziert.

Die wichtigste tierexperimentelle Arbeit stammt von Dalmasso und Kollegen (Gastroenterology 2008), die KPV in Mausmodellen für entzündliche Darmerkrankungen untersuchten und über reduzierte Entzündungsparameter berichteten. Eine Übersichtsarbeit von Brzoska und Kollegen (Endocrine Reviews 2008) ordnet KPV in den breiteren Kontext der Melanocortin-Peptide und ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften ein.

Kontrollierte klinische Studien am Menschen zu KPV sind uns nach Recherche nicht bekannt. Das bedeutet nicht zwingend, dass keine Wirkung besteht, sondern dass die für eine Bewertung notwendige klinische Evidenz fehlt.

Offene Fragen

  • Wie stabil und bioverfügbar ist KPV beim Menschen, etwa im Vergleich zu größeren Melanocortin-Fragmenten?
  • Lassen sich die in Colitis-Mausmodellen beobachteten Effekte auf entzündliche Erkrankungen beim Menschen übertragen?
  • Gibt es laufende oder geplante klinische Studien zu KPV?

Rechtlicher Status

KPV ist weder in der EU noch in den USA als Arzneimittel zugelassen. Öffentlich dokumentierte klinische Prüfungen am Menschen sind uns nicht bekannt.

Das hier angebotene Produkt ist kein Arzneimittel und ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt.

Was das für ein Forschungsprodukt bedeutet

Die beschriebenen Zell- und Tierdaten beziehen sich auf die Substanz KPV im jeweiligen Studienkontext, nicht auf ein konkretes Handelsprodukt. Ob ein Vial tatsächlich KPV in der angegebenen Menge und Reinheit enthält, lässt sich nur durch ein Analysezertifikat der konkreten Charge beurteilen.

Forschungsstand

Zell- und Laborstudien

  • In-vitro-Untersuchungen an Immunzellen und Darmepithelzellen beschreiben eine Hemmung entzündungsfördernder Signalwege (u. a. NF-κB) durch KPV.

Tierstudien

  • Dalmasso et al., Gastroenterology 2008, untersuchten KPV in Mausmodellen für entzündliche Darmerkrankungen (Colitis) und berichteten über eine Verringerung von Entzündungsparametern.
  • Weitere tierexperimentelle Arbeiten, zusammengefasst unter anderem bei Brzoska et al., Endocrine Reviews 2008, ordnen KPV als aktives Fragment von α-MSH in den breiteren Forschungskontext der Melanocortin-Peptide ein.

Studien am Menschen

Keine uns bekannten Studien.

Häufige Fragen

Was ist KPV genau?

KPV ist ein Tripeptid aus Lysin, Prolin und Valin, das dem C-terminalen Fragment des körpereigenen Hormons α-MSH entspricht.

Gibt es Studien am Menschen zu KPV?

Uns sind keine kontrollierten klinischen Studien am Menschen bekannt. Die vorliegende Forschung beschränkt sich auf Zellkultur- und Tiermodelle.

Wofür wurde KPV in Tierstudien untersucht?

Vor allem in Mausmodellen für entzündliche Darmerkrankungen, wo eine Verringerung von Entzündungsparametern berichtet wurde. Solche Modelle lassen keine direkten Rückschlüsse auf den Menschen zu.

Belegen die Tierstudien die Qualität dieses Produkts?

Nein. Tierstudien untersuchen die Substanz KPV als solche, nicht das hier angebotene Vial. Identität, Reinheit und Gehalt lassen sich nur über ein Analysezertifikat der konkreten Charge beurteilen.

Quellen

  1. 1.Dalmasso G et al. Melanocortin peptide KPV in a gastrointestinal inflammatory model. Gastroenterology 2008.(Tierstudie, Colitis-Modell)
  2. 2.Brzoska T et al. Alpha-melanocyte-stimulating hormone and related tripeptides: biochemistry, antiinflammatory and protective effects in vitro and in vivo, and future perspectives for the treatment of immune-mediated inflammatory diseases. Endocr Rev 2008.(Übersichtsarbeit, Melanocortin-Peptide)

Quellen geprüft am 28.09.2026

Quellen auf Existenz und Kernaussagen geprüft (DOI-Redirect); keine medizinische Fachprüfung. Eine Quellenprüfung bedeutet: Die genannten Quellen wurden auf Existenz und Kernaussagen geprüft. Sie ist keine medizinische oder pharmazeutische Fachprüfung.

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