Ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke · Nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier

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GHK-Cu

GHK-Cu ist ein 1973 entdeckter Kupfer-Peptid-Komplex, der vor allem in der Kosmetikforschung zu Hautregeneration untersucht wurde. Zell- und Tierdaten beschreiben Effekte auf Genexpression und Wundheilung; am Menschen liegen Studien zur topischen kosmetischen Anwendung vor. Eine Zulassung als Arzneimittel besteht nicht. Dieser Artikel ordnet Geschichte, Datenlage und Grenzen der Übertragbarkeit ein.

Quellen geprüft am 28.09.2026

2 Min. Lesezeit

Research, in perspective

Forschung. Zum Erkunden.

Ausgewählte Originalpublikationen zu GHK-Cu. Was wurde untersucht — und was bleibt offen?

Auswahl · Quellenstand 07.10.2026Keine vollständige Literaturübersicht
Originalpublikation

GHK-Cu im experimentellen Wundmodell

Maquart et al. · Journal of Clinical Investigation

Ratten · experimentelle Wundkammern

Was die Arbeit berichtet

Die Arbeit berichtet eine erhöhte Anreicherung von Bindegewebsbestandteilen, darunter Kollagen, im untersuchten Modell.

Wie weit die Aussage reicht

  • Tiermodell mit künstlichen Wundkammern; daraus lässt sich keine klinische Wirkung beim Menschen ableiten.
  • Untersucht wurde GHK-Cu unter den Bedingungen dieser Arbeit, nicht die hier angebotene Charge.
Originalquelle öffnen DOI: 10.1172/JCI116842
Laborbefunde, Tiermodelle und Humanstudien sind unterschiedliche Arten von Evidenz. Eine Quellenprüfung ist keine medizinische Fachprüfung; Studien sind kein Nachweis für den Inhalt oder die Qualität eines Forschungsprodukts.

Entdeckung und Geschichte

GHK wurde 1973 von der Biochemikerin Loren Pickart als Bestandteil menschlichen Blutplasmas identifiziert. Sie beobachtete, dass die Konzentration des Peptids im Blut mit zunehmendem Alter abnimmt, was zur Hypothese führte, GHK könnte an Regenerationsprozessen des Körpers beteiligt sein. In den folgenden Jahrzehnten wurde vor allem die kupfergebundene Form GHK-Cu in der Kosmetikindustrie populär.

Das Molekül

GHK-Cu besteht aus dem Tripeptid Glycin-Histidin-Lysin, das über die Histidin-Seitenkette ein Kupfer(II)-Ion bindet. Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement, das für zahlreiche körpereigene Enzyme benötigt wird, unter anderem für solche, die an der Kollagenvernetzung beteiligt sind.

Datenlage: Von Zellkultur bis Kosmetikstudie

In Zellkulturen wurde beschrieben, dass GHK-Cu die Expression zahlreicher Gene beeinflusst, die mit Geweberegeneration, Kollagen- und Elastinbildung sowie antioxidativen Schutzmechanismen in Verbindung stehen. Tierstudien untersuchten unter anderem Effekte auf die Wundheilung.

Am Menschen konzentriert sich die verfügbare Forschung auf kosmetische Studien, in denen GHK-Cu-haltige Cremes auf die Haut aufgetragen wurden. Eine 2018 erschienene Übersichtsarbeit von Pickart und Margolina fasst mehrere solcher Studien zusammen, die über verbesserte Hautfestigkeit, geringere Faltentiefe und höhere Hautdichte im Vergleich zu Kontrollprodukten berichten.

Wichtig ist die Einschränkung: Diese Studien betreffen ausschließlich die äußerliche, kosmetische Anwendung auf intakter Haut. Sie sagen nichts über Wirkung oder Sicherheit anderer Anwendungsformen aus.

Einordnung der Quellenlage

Ein erheblicher Teil der zusammenfassenden Literatur zu GHK-Cu, einschließlich der oben genannten Übersichtsarbeit, wurde von Autorinnen verfasst, die an der ursprünglichen Entdeckung und an der kommerziellen Vermarktung des Peptids beteiligt waren. Das macht die Aussagen nicht automatisch falsch, erfordert aber eine vorsichtige Einordnung und den Wunsch nach unabhängiger Bestätigung.

Rechtlicher Status

GHK-Cu ist weder in der EU noch in den USA als Arzneimittel zugelassen. Es wird als Inhaltsstoff in kosmetischen Produkten eingesetzt, die einer anderen, weniger strengen Regulierung unterliegen als Arzneimittel und keine krankheitsbezogene Wirkung beanspruchen dürfen.

Das hier angebotene Produkt ist kein Kosmetikprodukt und kein Arzneimittel, sondern ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt.

Was das für ein Forschungsprodukt bedeutet

Die beschriebenen kosmetischen Studien beziehen sich auf spezifische Cremeformulierungen mit definiertem GHK-Cu-Gehalt zur äußerlichen Anwendung, nicht auf das hier als Pulver oder Lösung angebotene Forschungsprodukt. Identität, Reinheit und Gehalt eines konkreten Vials lassen sich nur über ein Analysezertifikat der jeweiligen Charge beurteilen.

Forschungsstand

Zell- und Laborstudien

  • Zellkulturstudien beschreiben Effekte von GHK-Cu auf die Genexpression von Haut- und Bindegewebszellen, unter anderem im Zusammenhang mit Kollagen- und Elastinproduktion.

Tierstudien

  • Tierstudien untersuchten GHK-Cu unter anderem im Kontext der Wundheilung und im Zusammenhang mit Hautalterung.

Studien am Menschen

  • Kosmetische Studien mit topischer Anwendung von GHK-Cu-haltigen Hautcremes bei erwachsenen Teilnehmenden berichteten über Verbesserungen von Hautfestigkeit, Faltentiefe und Hautdichte im Vergleich zu Kontrollprodukten (zusammengefasst bei Pickart & Margolina, International Journal of Molecular Sciences 2018).
  • Diese Studien betreffen ausschließlich die äußerliche Anwendung auf der Haut in kosmetischer, nicht in pharmazeutischer Form.

Häufige Fragen

Was ist GHK-Cu?

GHK-Cu ist ein Komplex aus dem körpereigenen Tripeptid Glycin-Histidin-Lysin und einem Kupferion, der 1973 in menschlichem Blutplasma entdeckt wurde.

Gibt es Studien am Menschen zu GHK-Cu?

Ja, aber ausschließlich zur topischen, kosmetischen Anwendung auf der Haut, z. B. in Cremes. Klinische Studien zu anderen Anwendungsformen sind uns nicht bekannt.

Ist GHK-Cu als Arzneimittel zugelassen?

Nein. GHK-Cu ist weder in der EU noch in den USA als Arzneimittel zugelassen. Es wird in kosmetischen Produkten eingesetzt, die anderen, weniger strengen Regeln unterliegen als Arzneimittel.

Belegen kosmetische Hautstudien die Qualität dieses Produkts?

Nein. Diese Studien betreffen spezifische, unter definierten Bedingungen hergestellte Cremeformulierungen zur äußerlichen Anwendung. Sie sagen nichts über Identität, Reinheit oder Gehalt des hier angebotenen Forschungsprodukts aus, das nicht zur Anwendung am Menschen bestimmt ist.

Quellen

  1. 1.Pickart L, Margolina A. Regenerative and Protective Actions of the GHK-Cu Peptide in the Light of the New Gene Data. Int J Mol Sci 2018;19(7):1987.(Übersichtsarbeit, u. a. kosmetische Humanstudien)

Quellen geprüft am 28.09.2026

Quelle auf Existenz geprüft (DOI-Redirect); keine medizinische Fachprüfung. Eine Quellenprüfung bedeutet: Die genannten Quellen wurden auf Existenz und Kernaussagen geprüft. Sie ist keine medizinische oder pharmazeutische Fachprüfung.

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